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Mein Nachbar Maurits van Friesland

Mein Nachbar

Maurits van Friesland

Published November 25th 2011
ISBN :
Kindle Edition
249 pages
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 About the Book 

Luuc ist ein cleverer elfjähriger Junge, der zu Hause sehr unglücklich ist. Sein Stiefvater schlägt ihn regelmäßig ohne Anlass, während seine Mutter wegsieht. Luuc ist ganz von seinem neuen Nachbarn eingenommen, dem einzigen Menschen, der wirklichMoreLuuc ist ein cleverer elfjähriger Junge, der zu Hause sehr unglücklich ist. Sein Stiefvater schlägt ihn regelmäßig ohne Anlass, während seine Mutter wegsieht. Luuc ist ganz von seinem neuen Nachbarn eingenommen, dem einzigen Menschen, der wirklich freundlich zu ihm ist. Luucs Verlangen nach einem wirklich liebevollen Menschen in seinem Leben ist so groß, dass er alles tut, um seinem Nachbarn – der auch Zuneigung für Luuc empfindet – immer näher zu kommen. Während dieser Zeit erlebt er außerdem die erste sexuelle Erfahrung mit seinem Freund Peter, den er vom Schwimmen kennt. Anfangs ist das sehr spannend. Als Luuc beinahe dreißig ist, blickt er auf seine Jugend zurück. Er möchte nicht, dass seinem siebenjährigen Sohn das gleiche widerfährt, was er durchmachen musste, und trifft Vorkehrungen.Luuc als Elfjähriger:Ich ging zum Bett, legte mich mit klopfendem Herzen neben ihn und schmiegte mich seitlich an ihn. Das war alles, was ich brauchte. Die Panik war sofort weg. Vorsichtig legte ich einen Arm über seine Brust und muss so eingeschlafen sein. Ich weiß nicht, für wie lange.Luuc als Dreißigjähriger:Dann genoss er es, wenn ich meine Arme um seinen Hals schlang, manchmal nur um Zuneigung zu finden, manchmal auch, weil ich nicht mehr weiterwusste. Gelegentlich sogar weil ich eigentlich, wie jeder Junge, in meinem Vater auch meinen Liebhaber suchte. Die Grenze zwischen Vater und Liebhaber ist so hauchdünn. Es ist schade, dass die Menschen das nicht begreifen.Maurits van Friesland:“Es scheint, dass nichts die Öffentlichkeit so in Rage bringen kann, wie der Missbrauch von Kindern. Gleichzeitig wird vielen Heranwachsenden die so wichtige Zuneigung durch Eltern, Erziehern, Lehrern, Betreuern aus Angst vor einer Anklage vorenthalten. Ist die Verletzbarkeit eines Kindes wirklich so hoch, oder schätzen die Erwachsenen die Arglosigkeit der heutigen Internetgeneration falsch ein? Ist die Hysterie gerechtfertigt, oder nur ein noch größeres Übel? Bekämpfen wir wirklich die richtigen Ursachen und Verursacher?“